Ende des Wichern-Adventskranz-Projektes: "Es war eine gute Zeit"

Der Wichern-Adventskranz ist in die Jahre gekommen: „Er hatte seine Zeit, eine gute Zeit!“ Das Projektteam aus Diakonie, evangelischem Kirchenkreis und Wasserturm gibt nun das Ende der Aktion bekannt. Im Dezember 2021 wird das Lichtobjekt nicht mehr wie in den vergangenen dreizehn Jahren mit einem Kran auf den 56 m hohen Turm gehievt.

Beim Epiphaniasempfang des Kirchenkreises 2008 kam in lockerer Atmosphäre die Idee zu dem Lichtobjekt mit Botschaft auf. Es war das Jubiläumsjahr zum 200. Geburtstag von Johann Hinrich Wichern, dem Erfinder des Adventskranzes. Für die Umsetzung nahmen Ursula Kretschmer und Michael Elsner aus der Lüneburger Diakonie sowie Pastor Olaf Ideker-Harr den Lichtkünstler Wolfgang Graemer und den damaligen Vorsitzenden des Trägervereins Wasserturm, Rüdiger Hedde, mit ins Boot.

Die ursprünglich angedachte Projektzeit von zehn Jahren hat der Wichern-Adventskranz mittlerweile überdauert. „Nun sind jedoch der Materialverschleiß, der neue Investitionen erfordern würde, und die stetig steigenden laufenden Kosten nicht mehr tragbar“, erklärt Projektleiter Michael Elsner. „Auch die statische Belastung des historischen Wasserturms ist ein schwerwiegendes Argument“, erläutert Manfred Koplin, Vorsitzender des Trägervereins Wasserturm. Der Trägerverein ist dabei, sich strategisch ökologischer auszurichten. „Schon länger zu denken gibt uns der unzeitgemäße Stromverbrauch, den wir zwar kompensieren, aber der natürlich bestehen bleibt. So kommt eines zum anderen“, fasst Michael Elsner zusammen. „Nach einer längeren Phase der Prüfung haben wir entschieden, das Herzensprojekt zu beenden. Es bleibt etwas Wehmut – so wird es sicher vielen gehen, die jetzt erstmals davon hören und lesen.“ Die zukünftige Verwendung der Aluminium-Konstruktion ist noch offen.

Mit Freude können wir sagen: Der Wichern-Adventskranz war mehr als ein Licht in der Adventszeit, in den vergangenen 13 Jahren war er ein sichtbares Zeichen für diakonisches Handeln in unserer Region. Mit seiner Strahlkraft hat er Lüneburg weit hinaus bekannt gemacht. Mehr als 67.000 Euro konnten an Projekte für Kinder und Familien überwiesen werden. Mit der Spendenaktion, dem Engagement der Lüneburger:innen und Tourist:innen, die die Aktion unterstützt haben, mit vielen Förderern sowie den tollen caritativen Projektpartnern und Künstler:innen vor Ort war es ein erfolgreiches Projekt. Wir danken allen herzlich!“, resümiert Michael Elsner.

"Ohne die Unterstützung von vielen Organisationen und Firmen würden wir das Projekt nicht stemmen können", sagte der Projektleiter Michael Elsner. "Neben anderen danken wir dem Verein Lüneburger Kaufleute, der Manzke Beton GmbH, der Landeszeitung und der von Stern‘schen Druckerei sowie Message Mobile GmbH."

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