Community Organizing Lüneburg

„Wir geben Geflüchteten und MigrantInnen eine Stimme.“

Ankommen, mitmachen, dazugehören: Unter diesem Motto geben wir geflüchteten Menschen und MigrantInnen aus Hansestadt und Landkreis Lüneburg eine Stimme. Unsere Methode? Das sogenannte Community Organizing aus den USA. Wir unterstützen die Geflüchteten und MigrantInnen beim Aufbau einer Selbstorganisation und eines zweckgebundenen Netzwerks.

Saul Alinsky hat es erfunden

Begründer der Methode des Community Organizing ist Saul Alinsky (1909-1972), ein demokratischer Bürgerrechtler aus den USA. Vereinfacht lässt sich Community Organizing als aktivierende Beziehungsarbeit zum Aufbau von Bürgerorganisationen bezeichnen.

Ziel des Community Organizing ist es, BürgerInnen zusammenzubringen, damit diese für ihre eigenen Interessen eintreten und eine Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen durchsetzen.

Wie Community Organizing funktioniert

Community Organizing beinhaltet einen Vier-Schritte-Prozess. Schritt eins ist das Zuhören und die Problemanalyse. Darauf folgt Schritt zwei: die Recherche in Form von Arbeitsgruppen zu spezifischen Themen. Im dritten Schritt geht es darum, das Problem zu lösen, sei es in Form von Selbsthilfe oder durch das Arbeiten mit Regierung, Verwaltung, Schulsystem et cetera. Vierter und letzter Schritt soll sein, eine Organisation aufzubauen – dafür braucht es Mitarbeiter, Geld und Struktur.

CO mit geflüchteten Menschen in Lüneburg - was bisher geschehen ist!

ANKOMMEN......MITMACHEN.....DAZUGEHÖREN

...unter diesem Motto geben wir geflüchteten Menschen und Migrant*innen aus Hansestadt und Landkreis Lüneburg eine Stimme.
Wir unterstützen diese seit Mitte 2016 beim Aufbau einer Migrantenselbstorganisation und eines zweckgebundenen Netzwerks.

„Wir geben Geflüchteten und MigrantInnen eine Stimme.“

Unser Ziel ist es herauszufinden, mit welchen Herausforderungen Geflüchtete in Hansestadt und Landkreis konfrontiert sind, um dann ein Forum zu schaffen, in dem Probleme besprochen und Lösungen erarbeitet werden. So wird die Partizipation und Selbstorganisation gefördert und auf die Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation und Integration der geflüchteten Menschen hingearbeitet.

Was ist Community Organizing?
Begründer des CO ist Saul Aliansky (1909-1972), ein demokratischer Bürgerrechtler aus den USA.
Vereinfacht läßt sich CO als aktivierende Beziehungsarbeit zum Aufbau von Bürgerorganisationen bezeichnen. CO verfolgt das Ziel BürgerInnen zusammenzubringen, damit diese für ihre eigenen Interessen eintreten und eine Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen u. Ä. durchsetzen.

CO ein 4 Schritte Prozess

1. Zuhören (Problemanalyse)
2. Recherche (Arbeitsgruppen zu spezifischen Themen)
3. Problem lösen
a. Selbsthilfelösung
b. Arbeiten mit Regierung, Verwaltung, Schulsystem, etc.
4. Organisation aufbauen – Mitarbeiter, Geld, Struktur

Was seit Juni 2016 passiert ist:

2016

  • 3 Multiplikatorentreffen mit durchschnittlich 15-20 Teilnehmern (Fachkräfte, Ehrenamtliche, geflüchtete Menschen). Inhalt: Situationsanalyse, Methodenvermittlung
  • Umfangreiche 1:1 Gespräche (Interviews zur aktuellen Situation) in den Gemeinschaftsunterkünften, mit Fachkäften, Ehrenamtlichen, etc.
  • Zusammenfassen der verschiedenen beschriebenen Problematiken

2017

  • Februar 2017 1. CO-Versammlung mit 116 Teilnehmern im Lüneburger Wasserturm. Wahl von 4 Themen für die Arbeitsgruppen.
    1. Bürokratie
    2. Arbeitsbedingungen
    3. Wohnen
    4. Sprache
  • März bis Juni 2017 Arbeiten in den AGs

„Wir werden ein Team!" - „We will be a team!“

Eine sehr engagierte Kerngruppe bildet sich und leitet die Arbeitsgruppen zu den spezifischen Themen

  • 13.06.2017 2. CO Versammlung (erneut über 100 Teilnehmer) im Glockenhaus
    Die Kerngruppe präsentiert die Ergebnisse der Arbeitsgruppen Vertretern der Hansestadt (Sozialdezernentin Frau Steinrücke), des Landkreises (1. Kreisrat Herr Krumböhmer) und des Jobcenters (Geschäftsführerin Frau Brauer)
  • bis Ende 2017 weitere persönliche Verhandlungsgespräche mit möglichen Kooperationspartnern wie z. B. Hansestadt, Jobcenter, VHS, Haus und Grund, Fortbildung der Kerngruppe in der Methode des CO


Was war/ist besonders schwierig?

Besonders die „Großen Themen“ der Gruppe, die alle geflüchteten Menschen beschäftigen, aber u. A. mit Bundes- und/oder Landesgesetzen zusammenhängen und nicht einfach verändert werden können (z. B. mehr Sprach/Integrationskurse, Anerkennungsverfahren, etc.) sind schwierig und führen zu Frustrationen. Ein weiteres Thema ist die Akzeptanz der Gruppe. Das Format „Geflüchtete organisieren sich selbst und setzen sich mit eigener Stimme für ihre Bedürfnisse ein“, ist in Lüneburg neu. Es gibt viele Unterstützer und auch Kooperationsbereitschaft von Seiten möglicher Verhandlungspartner aber auch Skepsis und teilweise Ablehnung des Projektes. Insbesondere für die sehr engagierte Kerngruppe ist dies eine sehr negative Erfahrung, da diesen ihre Integration in die deutsche Gesellschaft sehr wichtig ist.

Was steht 2018 an?

Ein großes Thema der Gruppe wird die Projektwerbung und die Lobbyarbeit sein. Wir benötigen mehr Unterstützer, die der Gruppe mit „Rat und Tat“ zur Seite stehen. Dies können Fachkräfte aus den verschiedensten Bereichen (Politik, Justiz, Behörde, Sozialwesen, etc.), als natürlich auch engagierte Privatpersonen sein. Die 4 o.g. Themenschwerpunkte der AGs werden weiter vertieft, recherchiert und weitere Kooperationsgespräche geführt. Wir planen ein gemeinsames Theaterstück mit Alltagskultur und einen Frauentreff im Kulturzentrum Mosaique zu installieren.