Aktuell

Fast fertig ...

Von Mai bis Juli 2019 wurden zwei weitere Mauerabschnitte restauriert. Anders als im Abschnitt I, bei dessen Sanierung das alte Material komplett zurück gebaut wurde, erfolgte hier die Renovierung durch die Fa. Mahnke im Bestand, d.h. defekte Ziegel mussten so eingepasst werden, wie es das Fugenbild hergibt. Ca. 200 Ziegel hatten im Bestand ein anderes Format als der Rest, sie waren länger. Da dieses Format nicht vorrätig war, musste die Produktion von neuen Ziegeln beim Spezialisten vor Ort ( Fa. Cerasaga) in Auftrag gegeben werden. Die anderen auszutauschenden Ziegel konnten gut mit dem Material ersetzt werden, das im Abschnitt I auf 73m zurück gebaut wurde. Die Arbeiten wurden in Phasen durch die Teilnehmer der Lernbaustelle Lüneburg unterstützt.

Im Zuge der Arbeiten wurde der Rundbogen um 50 cm erhöht. Eine wichtige Anpassung für die betrieblichen Zwecke, die sich durch die heutige Nutzung des denkmalgeschützten Areals ergeben. Dadurch werden künftig LKW Durchfahrten erleichtert und die Gefahr, dass Fahrzeuge das Tor beschädigen, minimiert.

Für die Erhöhung wurde ebenfalls das Material aus dem Rückbau aus Abschnitt I eingesetzt.

Die manuelle Reinigung vorhandener Sandsteinplatten, die die Mauer von oben abdecken, wurde von der der Jugenbauhütte im Landkreis Stade sowie von Teilnehmern der Lernbaustelle unterstützt. Doch bis die Platten auf die Abschnitte II und III aufgesetzt werden können, müssen sie noch repariert und auf Maß gebracht werden.

Deutsche Stiftung Denkmalschutz und  Lotto Niedersachsen überreichen Spende in Höhe von 25.000 Euro für 2. Bauabschnitt.
Artikel "Mehr als bloß alte Steine" hier ...

Passend zum „Tag des offenen Denkmals 2018“ unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ konnten die Lehrlinge aus dem Bauhandwerk aus den Betrieben der Region das Verblendmauerwerk der denkmalgeschützten Mauer Beim Benedikt, fertigstellen. Dafür wurden nicht nur rund 20.000 Ziegel in die Hand genommen und auf Verwendbarkeit geprüft, sondern hunderte Säcke Estrich und Beton angemischt, um den Natursteinsockel auf 73 m Länge zu festigen, mit einer Estrichschicht einen ebenen Grund zu haben und mit einer beidseitigen Betonschräge den Natursteinsockel und das Verblendmauerwerk zu verbinden.

Drei Gruppen mit jeweils rund 12 Teilnehmern arbeiteten blockweise am Rück- und Wiederaufbau des Verblendmauerwerks. Fotos: Grimm/Waschke

Die Schüler der Georg – Sonnin Schule (BBSII) setzten zahlreiche Abdeckplatten, die sie im Rahmen des Unterrichts aus Beton gegossen hatten, im September 2018 auf die Mauer. Somit sind die Arbeiten auf dem ersten, 73 m langen Abschnitt nahezu fertig gestellt.

Die Schalungen für die Betonabedckungen wurden den Originalen nachempfunden und mit ungefärbtem Beton gefüllt. Schüler der BBS legen Ende Mai 2018 die ersten fertigen Platten auf.

Großer Dank geht an die fleißigen kompetenten jungen Menschen, die mit Engagement ihre nicht alltägliche Arbeit verfolgt haben. Wir danken auch den Bau- Innungen und dem Technologiezentrum der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade für ihre kooperative Unterstützung!
Nicht zu vergessen, denn aus logistischen Gründen sehr wichtig, war der Einsatz des THW im Februar 2018. Im Rahmen einer Ladungssicherungsübung wurden historische Ziegelsteine vom Lüneburger Hafen in die engen Straßen der Lüneburger Altstadt verbracht.

Mehr als 40 Paletten mussten die Altstadt erreichen, wie gut, dass das THW über ein Mehrzweckfahrzeug verfügt, das auch den Transport der Baumaterialien ermöglicht.

Weitere helfende Hände der Jugendbauhütte im Landkreis Stade ergänzten die Arbeiten der Lehrlinge. Sie halfen beim Rückbau, beim fachgerechten Lagern des historischen Ersatzmaterials sowie beim Ausbessern schadhafter Fugen im Naturstein-Sockel.

Geplant ist, die Arbeiten an weiteren Bauabschnitten im Frühjahr 2019 fortzusetzen. Zum Einsatz kommen Fachfirmen sowie Teilnehmer einer Qualifizierungsmaßnahme für arbeitslose junge Menschen. Bei Interesse nehmen Sie Kontakt auf.

Die Sanierung dieses ersten und baufälligsten Abschnitts ist somit fast abgeschlossen. Doch die denkmalgeschützte Mauer umfasst noch drei weitere Abschnitte. Mit der Restaurierung sollen Lüneburger Fachbetriebe beauftragt werden, bei der Finanzierung dieser Auftragsarbeiten hofft der Lebensraum Diakonie e. V. auf Fördermittel, Stiftungsgelder und weitere Spenden.

Bei Fragen, Wünschen und Anregungen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf:

Dörthe Grimm
Projektmanagement
Lebensraum Diakonie e. V.
Beim Benedikt 8
21335 Lüneburg

Tel 04131.2072-64
Fax 04131.2072-30

doerthe.grimm@lebensraum-diakonie.de

 

Unser Spendenkonto lautet:

Sparkasse Lüneburg
IBAN DE94 2405 0110 0050 0183 99
BIC NOLADE21LBG
Verwendungszweck: Sülzmauer

 

Oder nutzen Sie unser online Spendenformular:

https://www.lebensraum-diakonie.de/spenden.html

 

Unseren Flyer zum Projekt finden Sie hier zum Download.